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Liebe Weinfreunde

„Wozu die Wahrheit im Kaffeesatz suchen, da sie doch so angenehm im Wein untergebracht ist.“

Ein gewisser Thomas Tamponelli soll in Florenz das Lesen im Kaffeesatz erfunden haben. Das war Ende des 17. Jahrhunderts. Wenn ihm aber deswegen ein Denkmal zustehen würde, dann allerhöchstens gestiftet von Melitta. Sind bei der Methode bezüglich Glaubwürdigkeit doch einige Zweifel angemessen. Ein beschlagener Politiker wie André Brie tut deshalb gut daran, die Wahrheit viel eher im Wein zu suchen. Umso mehr als in diesem Falle die Linke stets weiss, was die Rechte tut – oder umgekehrt. Nämlich das gefüllte Glas zum Munde führen… Aller Rest ist dann nur noch Geschmacksvermögen, Genussbereitschaft und Ehrfurcht in aller Stille. Oder um es mit André Brie zu sagen: „Am Anfang war das letzte Wort.“ Zum Wohl! Zu degustieren anlässlich eines Besuchs bei Aprior.

Herzliche Grüsse

Roger Meyer

März 2011